deinimmobilienmarkt.
Kostenlos inserieren
Zu den Kapitalanlagen

ANLEGERWISSEN

Verstehe die Zahlen.
Triff deine Entscheidung.

Was bleibt monatlich übrig? Wie verändert sich die Restschuld? Sechs kurze Antworten helfen dir, eine Immobilie einzuordnen.

Mit einem Objekt durchrechnen

KURZ ERKLÄRT

Die Fragen hinter der Rendite.

Die wichtigste Antwort steht jeweils vorn. Öffne das Thema für Beispiele und Details.

01

Was sagt mir der Cashflow?

Er zeigt, was nach laufenden Ausgaben und Kreditrate übrig bleibt.

Eine hohe Bruttomietrendite allein sagt noch nicht, ob du monatlich Geld zuschießen musst. Für den Cashflow zählen auch die Kosten, die du selbst trägst, und deine Finanzierung.

Vereinfachte MonatsrechnungNettokaltmiete− Ansatz für Mietausfall und Leerstand− nicht umlagefähige Kosten und Verwaltung− eingeplantes Instandhaltungsbudget− Zins und Tilgung= verfügbarer Betrag vor Steuern

Ein positiver Modellwert ist ein Anhaltspunkt, keine sichere Einnahme. Die Tilgung ist dabei eine Auszahlung, senkt aber gleichzeitig deine Restschuld. Eine zurückgelegte Reserve ist noch keine tatsächlich bezahlte Reparatur.

Fehlende Kosten sind unbekannt – nicht automatisch null. Vermeide doppelte Ansätze, wenn zum Beispiel eine Rücklage bereits in deinen übrigen Kosten enthalten ist.

02

Warum mit 1 % Tilgung rechnen?

Eine niedrigere Anfangstilgung lässt mehr Liquidität, aber eine höhere Restschuld.

1 % anfängliche Tilgung kann deine monatliche Rate entlasten. Dadurch bleibt mehr Spielraum für Rücklagen oder andere Ausgaben. Dafür dauert die Entschuldung länger und du zahlst bei sonst gleichen Bedingungen insgesamt mehr Zinsen.

RECHENBEISPIEL · KEIN KREDITANGEBOT

Bei 100.000 € Darlehen und angenommenen 4 % Sollzins beträgt die anfängliche Monatsrate mit 1 % Tilgung rund 417 €. Mit 2 % Tilgung sind es 500 €.

Die rund 83 € Unterschied schaffen zunächst Liquidität. Sie sind keine Ersparnis am Kaufpreis und keine zusätzliche Rendite.

Bei einer gleichbleibenden Annuität verschiebt sich die Rate im Zeitverlauf: Der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt. „1 %“ beschreibt den anfänglichen Tilgungssatz.

Vergleiche mindestens zwei Tilgungssätze und die Restschuld am Ende deiner Zinsbindung. Ob 1 % zu dir passt und angeboten wird, hängt von deiner Finanzierung ab.

03

Sind 30 Jahre Rechnung auch 30 Jahre Zinssicherheit?

Betrachtungszeitraum, Kreditlaufzeit und Zinsbindung sind verschiedene Dinge.
Betrachtungszeitraum
So weit schaust du mit deiner Modellrechnung in die Zukunft.
Zinsbindung
So lange gilt der vereinbarte Sollzins deines Darlehens.
Kreditlaufzeit
Der Zeitraum, in dem du den Kredit vollständig zurückzahlst.

Ein Modell über 30 Jahre bedeutet weder einen fest zugesagten Zins über 30 Jahre noch eine vollständige Rückzahlung in dieser Zeit. Nach dem Ende der Zinsbindung kann für die Restschuld eine Anschlussfinanzierung nötig werden.

Prüfe neben der heutigen Rate auch ein Szenario mit einem höheren Anschlusszins. Bleibt im Modell der Zins konstant, ist das eine Annahme.

04

Entschuldet Inflation meine Immobilie?

Sie kann den realen Schuldenwert senken. Den Kredit tilgst du weiterhin selbst.

100.000 € feste Restschuld bleiben zunächst 100.000 € Rückzahlungsverpflichtung. Bei steigenden Preisen entsprechen sie jedoch weniger Kaufkraft. Diesen Unterschied zeigen nominale und inflationsbereinigte Werte.

Ob sich deine tatsächliche Belastung dadurch verringert, hängt auch davon ab, wie sich Einnahmen, Ausgaben und Zinsen entwickeln. Mieten und Immobilienpreise steigen nicht automatisch mit der Inflation; zugleich können Reparaturen und Anschlusskredite teurer werden.

Betrachte Inflation, Mietentwicklung und Wertentwicklung getrennt. Eine langfristige Haltedauer ersetzt keine tragfähige Finanzierung.

05

Was bringen bereits erledigte Modernisierungen?

Sie können künftigen Investitionsbedarf reduzieren. Entscheidend sind die Nachweise.

Neue Fenster, ein erneuertes Dach oder eine modernisierte Heizung können gegenüber einem sanierungsbedürftigen Vergleichsobjekt ein Vorteil sein. Prüfe, was genau gemacht wurde, wann die Arbeiten erfolgten und welche Unterlagen vorliegen.

  • Maßnahmenliste mit Jahren und Umfang
  • Rechnungen, Wartungsunterlagen und bekannte Restarbeiten
  • Gültiger Energieausweis und Art des ausgewiesenen Wertes
  • Zustand der Bauteile, die nicht erneuert wurden

Eine gute Energieeffizienzklasse beschreibt einen energetischen Aspekt. Sie bestätigt weder vollständige Mängelfreiheit noch, dass keine weiteren Investitionen anfallen. Allgemein gestiegene Baupreise belegen außerdem keinen konkreten Wiederherstellungswert dieses Objekts.

Auch für modernisierte Immobilien ein Instandhaltungsbudget einplanen. Nutze Besichtigung und fachliche Prüfung, um offene Punkte zu klären.

06

Welchen Zinssatz setze ich im Rechner ein?

Für Zins und Tilgung zählt der Sollzins. Der Effektivzins hilft beim Angebotsvergleich.

Der Sollzins bestimmt die Verzinsung deiner Restschuld. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich gesetzlich einzubeziehende Kosten und Zahlungsbedingungen. Die beiden Werte sind deshalb nicht austauschbar.

Amtliche Durchschnittszinsen liefern Orientierung über den Markt. Sie sind zeitversetzte Monatswerte und kein persönliches Angebot. Dein Zinssatz hängt unter anderem von Finanzierung, Bonität, Objekt und Zinsbindung ab.

Trage den Sollzins deines Angebots ein. Ohne Angebot nutze eine klar benannte Annahme und rechne zusätzlich mit einem höheren Zinssatz.

VON DER FRAGE ZUR EIGENEN RECHNUNG

Jetzt dein Objekt einsetzen.

Starte mit Kaufpreis und Ist-Miete. Ergänze Finanzierung und Kosten und prüfe, was sich bei anderen Annahmen verändert.

Zum Immobilienrechner